WUT

Es war einmal die Wut.
Man sagte, sie sei zerstörerisch, unkontrollierbar. Darum war sie für viele ein ungeliebter Begleiter. Man unterdrückte sie gerne, nannte sie „negatives“ Gefühl.
Das fand die Wut schade, sie wollte nur zeigen wenn was nicht gut lief, rief zur Veränderung auf.
Hierin fühlte sie sich selten gehört. Das machte die Wut stinksauer, dann verlor sie manchmal die Kontrolle, dann platzte sie, die Wut. Und alle sagten: „Wusste ich es doch, man sollte die Wut am besten nicht zu nah an sich ran lassen.“
(Kathrin Sch.)

Foto: A. Kamlage
Foto: A. Kamlage

Nur für heute…
…traue ich der Wut als Kraft für Veränderung

NACH DEM GEWITTER

Sommer – Schwüle, schwer lastende Hitze
Schwarze Wolken verdunkeln die Sonne
fernes Donnergrollen – Wetterleuchten
Erste Regentropfen auf trockener Erde

Blitze zucken, Donnerschlag, Wassermassen prasseln
Fluten strömen von oben
Sandwege werden zu Bächen

Die Sonne kommt durch, noch fernes Grollen, ein Blitz
Mensch und Natur atmen auf, die Luft ist wieder klar
Und ein Regenbogen verbindet die Enden der Erde
Kinder genießen glücklich die letzten Regentropfen, mit nackten Füssen die nasse Erde,
eins mit der Schöpfung und einer Ahnung vom Glück des Paradieses.
Noch einmal so Kind sein können!
(Marion S.)

Foto: C. Böhme
Foto: C. Böhme

Nur für heute…
…springe ich in eine Pfütze