GLOCKEN

Wenn die Glocken morgens um 7 zum Angelus läuten, weiß ich, dass es allerhöchste Zeit ist um aufzustehen. Allein durch den Schlag der Glocken gelingt es mir die Zeit, die ich am Schreibtisch verbringe, gut einzuteilen. Am Samstagnachmittag läuten die Glocken den Sonntag ein. Dann ist die Zeit reif für Müßiggang und Feierabend.
Und am Gründonnerstag verstummen sie. „Die Glocken fliegen nach Rom“, hieß es dann bei uns daheim. Wie schön, wenn in der Osternacht beim Gloria alle Glocken mit der Orgel in einen musikalischen Wettstreit einstimmten.
(Michaela S.)

Foto: D. Nädele

Foto: D. Nädele

Nur für heute…
… achte ich auf Glockenschläge in meinem Umfeld und schweigend will ich lauschen bis auch der letzte Schlag im Wind verklungen ist.

MUSIK

Die Musik in mir
Ich bin gespannt, was sich da wohl findet –
ein Kinderlied, ein Pophit, eine Ballade oder ein Chorstück.

Aber von all der Musik in meinem Leben, taucht nichts auf.

Dann macht sich ein einzelner Ton
ganz unauffällig auf den Weg
aus dem Bauch heraus in den Kopf.

Ein unsicheres Summen zuerst,
nicht hoch, nicht tief,
angenehm in den Stimmbändern,
dann ganz selbstverständlich.

Das Summen durchzieht mich,
es öffnet verschlossene Türen,
Trauer, Wut und Angst steigen in mir auf
und Freude, Geborgenheit und Kraft.
(Clemens H.)

Foto: A. Kamlage

Foto: A. Kamlage

Nur für heute …
… meinen Ton in mir hören