weglegen

Ich habe den Stab weggelegt.
Pause.
Ich bleibe stehen, spüre in mich hinein.

Was brennt da in mir? – Etwas brennt wie ein Feuer in mir. –

Ich möchte den Weg in mir weitergehen. Dazu benötige ich diesen Stab nicht. Der Stab gab mir bis jetzt Stütze über die steinigen Wege. Jetzt geht der Weg nach innen. Es ist ein neuer, mir unbekannter Pfad. Ich spüre dem Feuer in mir nach – meiner Sehnsucht -.

Ich lausche in mich hinein und entdecke neue, mir unbekannte Wege. – Es ist verwirrend – wo ist die Richtung die mich zum brennenden Feuer in mir führt?

Ich taste mich vorsichtig vor. –

Ein Weg voller Abenteuer. –
Vieles will mich von dieser Richtung abhalten – Ängste, Sorgen, Probleme, Aufgaben,–
ich gehe weiter –

Der Stab liegt neben mir. Ich kann ihn jederzeit wieder in die Hand nehmen. – Doch jetzt bin ich auf dem Weg in mein Inneres, dort wo es lebendig wird in mir, wo ich ganz Ich sein darf.

Ich bekomme eine Ahnung von dem, was Gott in mich gelegt hat, wie ER mich erschaffen hat, was ER mir zugedacht hat.

Ich verweile still –
lange Zeit – lauschend – wahrnehmend – achtsam –
dem Knistern des Feuers – dem stillen Geheimnis –
der Gegenwart Gottes – in mir.

Ulrike H.

Nur für heute

nehme ich mir Zeit, still zu werden.

zu mir kommen

Mama, ich bin müde!“ –
„Dann geh aufs Sofa und leg‘ die Füße hoch.“

Kurz darauf hat sie mich gefunden. Ich lag auf meinem Rücken auf dem Sofa. Mit den Beinen wie bei einer Kerze senkrecht nach oben gestreckt.

Sie prustete vor Lachen und erklärte mir, dass „die Füße hochlegen“ entspannend sein soll und dass ich mich normal hinlegen kann. Bis heute lachen wir über mein kindliches Verständnis von ihrem Ratschlag. Und heute lege ich gern (entspannt!) die Füße hoch und lasse meinen Gedanken ihren Lauf.

Nach einem langen herausfordernden Tag die Füsse hochzulegen, ist eine Wohltat. Ganz zu mir kommen in der Ruhe und damit vor Gott.

Regina D.

Nur für heute
ganz bei mir.